Die von der Staatsregierung veröffentlichte Projektliste über die geplanten Straßenbauprojeke markiert aus Sicht der Landtags-Grünen einen wichtigen Kurswechsel in der Straßenbaupolitik. Die neue Projektliste der Staatsregierung bringt deutlich weniger Neubauprojekte und setzt stärker auf bestehende Infrastruktur. Lange hatten sie auf Transparenz gedrängt und konkrete Informationen zum veralteten Ausbauplan für Staatsstraßen eingefordert. Jetzt ist klar: Die Staatsregierung hat einen großen Teil ihrer früheren Aus- und Neubaupläne still und leise kassiert.
Von im Jahr 2011 geplanten 20 Straßenbauprojekten in der Region Bamberg sind im neu veröffentlichten Straßenausbauplan der Staatsregierung nur noch drei Projekte enthalten (Hirschaid, Steinsdorf, Dörfleins). Ursprünglich waren 41,4 km geplant, jetzt nur noch 8,7 km. Die Bamberger Grünen Abgeordnete Ursula Sowa sagt: „Bayern braucht keine neue Welle beim Staatsstraßen-Aus- und Neubau, sondern eine Konzentration auf Sanierung, Brücken, sichere Radwege und bessere Mobilitätsangebote jenseits des Autos. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.„
Bereits 2022 forderten die Landtags-Grünen, den Straßenausbau zu stoppen, die Mittel auf marode Infrastruktur zu konzentrieren und Planungskapazitäten stärker in ÖPNV und Radwegebau umzulenken.
Thomas Ochs, Grüner Kreisrat erklärt: „Jede Straße, die nicht neu gebaut wird, ist eine gute Nachricht. Für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort gegen unnötige Betonprojekte gewehrt haben. Für unsere Landschaft. Und für einen Staat, der endlich begreifen muss: Knappe Mittel gehören in den Erhalt der bestehenden Infrastruktur und den Ausbau des Umweltverbunds, nicht in immer neue Asphaltfantasien.“
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