Grüne Landtagsabgeordnete besuchen Hochschule Coburg: „Hochschulen brauchen moderne Infrastruktur für Innovation“

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Die beiden grünen Landtagsabgeordneten Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wissenschafts- sowie hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, und Ursula Sowa, Sprecherin für Bau, besuchten im Rahmen ihrer bayernweiten Hochschulbautour die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg. Dabei erhielten sie einen umfassenden Einblick – vom Audimax über die Studierendenwohnheime bis hin zur Zentralmensa. 

Hochschulen als Ideenlabore für die Gesellschaft 

Ziel der Tour ist es, die Bedeutung von Universitäten und Hochschulen als Standortfaktoren und Innovationsmotoren hervorzuheben.  

„Bayerns Hochschulen sind nicht nur Orte der Lehre, sondern auch Ideenlabore für unsere Gesellschaft“, betont Osgyan.  

Damit hier echte Innovationen entstehen können, seien moderne Infrastrukturen und optimale Lehr- und Forschungsumgebungen unverzichtbar – Räume, die Austausch, Kreativität und interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern. 

Baumängel und Investitionsbedarf im Fokus 

Doch neben Ankündigungen für Neubauten machen in den letzten Monaten vor allem Berichte über gravierende Baumängel an bayerischen Hochschulstandorten Schlagzeilen.  

„Wir wollen uns vor Ort ein eigenes Bild von der Situation machen“, erklärt Sowa.  

„In Coburg stammen viele Gebäude aus den 1960er oder 1980er Jahren. Man merkt, dass sie gut gepflegt wurden, nichtsdestotrotz steht vor allem die energetische Sanierung im Raum. Doch gerade die Fenster und die Fassadendämmung sind bei einigen Gebäuden ein echter Knackpunkt“.  

Forderungen an den Freistaat 

„Die Hochschule Coburg ist ein Standort, der sich in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt hat – und das ist gut so. Hier wird mit viel Engagement an wichtigen Themen der Zukunft geforscht, z.B. an der Effizienzsteigerung von PV-Modulen oder Batterien. Bei einem Gebäude wird die Sanierung allerdings schon seit 14 Jahren in Erwägung gezogen. Das muss jetzt endlich mal gemacht werden“, so Sowa.  

Osgyan ergänzt: „Der Freistaat muss konsequent in die Modernisierung der Hochschulinfrastruktur investieren. Nur so können wir den Standort Bayern zukunftsfähig machen und den Wissenschaftsstandort stärken. Aktuell wird vielerorts der Sanierungsstau verschleppt. Doch auch bei vergleichsweise neuen Bauten wie in Coburg zeigt sich das Problem, dass über Jahre hinweg zu wenig in den Bauunterhalt investiert wurde“. 

„Den Sanierungsstau an Bayerns Hochschulen dürfen wir nicht länger nur verwalten – wir müssen ihn endlich systematisch abbauen“, betont Sowa. Dafür brauche es einen transparenten Kriterienkatalog, nach dem nachvollziehbar entschieden werde, welche Maßnahmen wann umgesetzt werden. Gleichzeitig müssten Planungs- und Genehmigungsprozesse deutlich unbürokratischer werden. „Es reicht nicht, immer neue Baustellen zu benennen, ohne sie konsequent anzugehen. Hochschulen brauchen verlässliche Zeitpläne und eine dauerhaft gesicherte Finanzierung, damit ihre Gebäude fit für die Zukunft werden – für gute Lehre, starke Forschung und innovative Ideen.“

Ausblick 

Die beiden Abgeordneten setzen ihre Hochschulbautour im Juli fort, um weitere Standorte zu besuchen und den Dialog mit Hochschulleitungen, Studierenden und Wissenschaftler:innen zu vertiefen.

Foto 1 (von links nach rechts): Prof. Dr. Stefan Gast, Präsident der Hochschule Coburg, MdL Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, MdL Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Rafael Vogt, Klimaschutz- und Energiemanager der Hochschule Coburg, Lena Pfohlmann, Referentin im Abgeordnetenbüro Sowa. 

Foto 2 (von links nach rechts): Susanna Buchwald, Personalrat der Hochschule Coburg, MdL Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, MdL Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Dr. Matthias J. Kaiser, Kanzler der Hochschule Coburg. 

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