Der Weg der Artenvielfalt in Stegaurach, ein wunderbares Juwel

Sigi Weid erlklärt den TeilnehmerInnen die Zusammenhänge auf dem Weg der Artenvielfalt
Sigi Weid erlklärt den TeilnehmerInnen die Zusammenhänge auf dem Weg der Artenvielfalt

Ende April bot der Ortsverband GRÜNE/Aktive Bürgerstimme dort eine Führung an. Siggi Weid leitete die Führung mit 17 Teilnehmenden. Er erläuterte anhand anschaulicher Beispiele vor Ort, wie sich Flächen entwickeln, die der Natur überlassen wurden, ging auf verschiedene Vögel, Insekten und den Biber ein.

Ein besonderes Beispiel ist der Wiesenknopf-Ameisenbläuling, der in diesem Gebiet vorkommt. Der schillernd blaue Schmetterling benötigt als Pflanze für Futter und Ei-Ablage den Wiesenknopf. Dieser wächst jedoch nur auf mageren Wiesen, die selten gemäht (oder beweidet) werden. Zudem braucht er zur weiteren Entwicklung die rote Knotenameise, die die verführerisch riechende Raupe des Schmetterlings in ihr Nest trägt. Dort futtert der wiederum haufenweise Ameisenlarven und verpuppt sich schließlich und muss dann schnellstmöglich den Ameisenbau verlassen, um nicht selbst von den Ameisen gefressen zu werden.

Weiter führt der Weg vorbei an Wildbienennisthilfen zu dem seltenen Nistareal des Kiebitz. Wir haben das Glück mehrere dieser bodennistenden Vögel durch Ferngläser beobachten zu können. Es ist wichtig, die Fläche nicht zu betreten und nicht zu nah heranzugehen, um den selten gewordenen Vogel nicht zu stören. Mit seinen auffällig abstehenden Kopffedern und schillerndem Flügelfederkleid stolziert er durch die Wiese. Hunde, Füchse und Menschen können für seine Nester und Brut zur Gefahr werden. Das Besondere: hier bietet die Schnellstraße zwischen Stegaurach und Mühlendorf einen Schutz vor eben diesen.

Als die Sonne schon hinterm hartlandener Hügel verschwunden ist, betrachten wir noch ein Bieber-Revier, mit Bieber-Rutsche und frisch gefälltem Baum. Dann geht’s zügigen Schrittes zurück zum Ausgangspunkt unseres Spaziergangs.